Holzmoor-Planungen in Querum werden konkreter

Grüne im Stadtbezirksrat Wabe-Schunter-Beberbach nehmen Stellung

Auf der Sitzung des Bezirksrates 112 Wabe-Schunter-Beberbach am 12. März 2014 unterstützten alle Fraktionen die Änderung des Flächennutzungsplanes „Holzmoor-Nord“ und den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Holzmoor-Nord“. Die ECB Beteiligungen GmbH will auf dem Gelände ein neues Wohnquartier mit vorwiegend Mehrfamilienhäusern errichten. Das rund 110.000 Quadratmeter große Areal im Stadtgebiet Querum wird gegenwärtig überwiegend als Grabeland von Pächtern genutzt. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2016 vorgesehen. Der Vorhabenträger gehört zur Richard Borek Unternehmensgruppe und gibt an, neben der Bebauung einen hohen Grünanteil erhalten zu wollen. Ein Drittel des Gebietes sind kommunale Flächen und sollen für öffentliche Nutzungen zur Verfügung gestellt werden.

Wir unterstützen mehrheitlich das Ziel Wohnbauflächen in Querum zu schaffen und die vorhandene Klimaachse zu sichern. Mit den Fraktionen SPD und BiBS betonen wir darüber hinaus die Notwendigkeit, preisgünstige Mietwohnungen zu schaffen und die vorhandene Klimaachse zu sichern. Mindestens ein Drittel des gesamten Plangebietes soll für eine öffentliche Nutzung (z. B. die Biotop-, Klimaachse zwischen der Schunter- und Wabeniederung, Schaffung eines Kinderspielplatzes) vorgesehen werden. Auch die Überschwemmungsbereiche und die naturschutzrechtlichen Belange sind bei der städtebaulichen Entwicklung entsprechend zu berücksichtigen. Dazu sollte der Anteil an versiegelten Flächen gering gehalten werden und der vorhandene Baumbestand nach Möglichkeit erhalten bleiben.

Durch das neue Baugebiet Holzmoor-Nord und Dibbesdorfer Str.-Süd wird der motorisierte Individualverkehr (MIV) auf der Bevenroder Str. drastisch zunehmen. Pro Tag beträgt die Belastung schon jetzt über 13.500 Kfz. Aus diesem Grund fordern die Fraktionen für die Knotenpunkte Dibbesdorfer Str./Bevenroder Str., Im Holzmoor/Bevenroder Str. und Volkmaroder Str. /Bevenroder Str. ein Verkehrsgutachten, um Maßnahmen zur Reduzierung der Lärm und Umweltbelastung zu erarbeiten. Eine Möglichkeit sehen wir darin, das Verkehrsaufkommen dadurch zu reduzieren, dass die Taktzeiten der Buslinien in Querum während des Tages erhöht werden.

Die verkehrliche Anbindung des neuen Baugebietes sollte durch zwei Erschließungsstraßen geplant werden. In diesem Zusammenhang unterstützen wir die perspektivische Untersuchung und die Freihaltung einer Teilfläche für eine mögliche Trasse für die Stadtbahn. Außerdem ist es wichtig, die Haltestelle „Pepperstieg“ im Rahmen des RegionStadtbahn-Konzeptes in die aktuellen Planungen aufzunehmen.

Den derzeitigen Nutzern des Plangebietes sollen in fairen Gesprächen Möglichkeiten erörtert werden, weiterhin in diesem Planungsgebiet  zu wohnen  sowie Ersatz-Gartenflächen im näheren Umkreis zu erhalten. Bei einem Wohnungswunsch im Plangebiet sollen während der Bauzeit Zwischenlösungen für die Interessenten einvernehmlich gefunden werden. Für die Anwohnerinnen und Anwohner regt der Bezirksrat an, die Bauabsicht durch die ECB mit der Stadtverwaltung in einer öffentlichen Veranstaltung zusätzlich zu erläutern.

Sobald der Architekturentwurf dem Bezirksrat und damit der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der östliche Bereich des Plangebietes an der Bevenroder Str. soll für die Erweiterung der neuen Feuerwache frei gehalten werden.

Im Interesse der derzeitigen Nutzer regen wir an, sich über den Mieterverein Braunschweig rechtlich vertreten zu lassen (Tel. 0531/2885340).

Kristine Schmieding (Fraktionsvorsitzende), Dr. Rainer Mühlnickel (Stellv. Bezirksbürgermeister), Bernd Sternkiker (Bezirksratsmitglied) von Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksrat 112 Wabe-Schunter-Beberbach

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