Adama Logosu-Teko

Direktkandidat Wahlkreis 3 – Braunschweig West

Über mich

Ich bin Adama Logosu-Teko, geboren am 05.04.1961 in Togo. Seit 1984 lebe ich in Braunschweig, zuvor in New York City (USA). Ich habe Maschinenbau studiert und arbeite seit 10 Jahren im Haus der Kulturen Braunschweig, das ich mitgegründet habe.

Seit den 80er Jahren engagiere ich mich in der Zivilgesellschaft für mehr Verständnis für Geflüchtete und die Nord-Süd-Problematik. Ich bin Mitgründer der Bürgerrechtsorganisation URTA, die sich mit gewaltfreien politischen Mitteln gegen eine Militärdiktatur für die Demokratie in Togo stark gemacht hat. Auf diesem Gebiet bin ich jahrelang politisch aktiv gewesen und habe mit Nachdruck und u.a. durch verschiedene Publikationen auf die Verknüpfungen zwischen Diktatur, Menschenrechtsverletzungen, Fluchtursachen und Entwicklungspolitik hingewiesen.

Mein zivilgesellschaftliches Engagement setzt sich ununterbrochen bis heute in der Unterstützung für Bürgerinitiativen sowie in der Vernetzung und Netzwerkarbeit des Bundesverbandes Netzwerke von Migrant*innenorganisationen (BV NeMO) fort, der sich für Partizipation, Teilhabe und Stärkung des Zusammenhaltes einsetzt, aus über 800 herkunftsübergreifenden Migrant*innenvereinen bundesweit besteht und in dessen Bundesvorstand ich bis heute sitze.

Seit 2000 arbeite ich mit unserer Partei zusammen, seit 2003 bis heute als Bürgermitglied im Ausschuss für Integrationsfragen und mit beratender Stimme als Mitgestalter der Migrationspolitik und Bindeglied zu den migrantischen communities. 2006 habe ich die AG Integration im KV Braunschweig mitgegründet, die heutige AG Migration und Flucht, die ich mitkoordiniere. 2013 bin ich Bündnis 90 / Die Grünen beigetreten und möchte mich mit meiner Erfahrung und Expertise noch stärker für unsere Partei einbringen.

Politische Schwerpunkte

In Niedersachsen, einem Flächenland mit großer Vielfalt, ist ein Landesantidiskriminierungsgesetz längst fällig. Menschen werden u.a. diskriminiert aufgrund ihrer Herkunft oder zugeschriebenen Herkunft, des Geschlechtes, der sexuellen Orientierung oder Identität, ihrer Religion oder Weltanschauung, des Alters oder aufgrund einer Behinderung, Beeinträchtigung oder chronischen Erkrankung. Mit der Schaffung eines solchen gesetzlichen Rahmens können viel leichter Maßnahmen verwirklicht werden, die gegenseitigen
Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme einfordern und diese gesetzlich absichern.

Ein weiteres Ziel meiner Kandidatur: Es leben viele zugewanderte Menschen hierzulande, einige von ihnen seit Generationen, die ihren Lebensmittelpunkt hier haben, aber dauerhaft von der politischen Partizipation ausgeschlossen sind. Folglich fühlen sie sich immer weniger dazugehörig. Mit einem kommunalen Wahlrecht für alle würden wir unseren Zusammenhalt spürbar und dauerhaft stärken.

Die Pandemie hat uns allen vorgeführt, wie wichtig die Digitalisierung in Schule und Beruf ist. Machen wir aus der Not eine Tugend und läuten wir einen „Digitalen Aufbruch“ in Niedersachsen ein, der Homeschooling und Homeworking für alle ermöglicht, die dies möchten. Gleichzeitig kann schulische Nachhilfe digital betreut und der Zugriff auf Daten in der Schulbibliothek für alle ermöglicht werden. Damit werden weniger Schüler*innen abgehängt. Je mehr Schüler*innen wir mit solchen Maßnahmen unterstützen, umso klüger investieren wir in die Zukunft Niedersachsens. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil des „Digitalen Aufbruchs“: Wir verringern den Verbrauch von Papier und schonen Naturressourcen.
All das wäre nur die halbe Miete, wenn wir nicht dafür sorgen, dass Klimagerechtigkeit und Naturschutz bereits in Schule und Beruf zu einer Selbstverständigkeit werden, die von hoher und ethischer Verantwortung für die kommenden Generationen zeugen. Dafür müssen wir die Klimaziele auch auf Landesebene umsetzen und nachhaltig denken.

Last but not least kann es nur ein Gewinn für Niedersachsen sein, wenn die Vielfalt in unserer Gesellschaft auch im Landtag abgebildet wird. Somit erschließen wir Zielgruppen, Menschen, die bisher unterrepräsentiert waren oder sind. Ich bin der Überzeugung, dass nur wir, Bündnis 90 / Die Grünen, diese notwendigen Veränderungen verwirklichen können. Den Mut und den Pioniergeist dazu haben wir!
Dafür stehe ich und dafür kandidiere ich für den Niedersächsischen Landtag im kommenden Jahr und bitte um eure Unterstützung.


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