Was macht unsere Stadt eigentlich lebenswert? Über diese Frage haben wir uns am vergangenen Wochenende in Berlin beim Kommunalkongress der Grünen Bundestagsfraktion ausgetauscht. Unter dem Motto „Ob Stadtteil oder Dorf – lebenswert vor Ort“ gab es einen ganzen Tag lang Input, Vernetzung und den Blick über den Tellerrand. Wir als KV Braunschweig sind mit einer Menge neuer Ideen und Perspektiven zurückgekommen.
Neue Perspektiven auf Stadt und Finanzen
Ein großes Thema, das uns alle umgetrieben hat, ist die Frage, wie wir unsere Kommunen krisenfest machen können. Anna, unsere Grüne Dezernentin, und Andreas, unser MdL und KV Sprecher, haben aus den Fachrunden zur Resilienz vor allem mitgenommen, dass wir Stadtplanung heute ganz neu denken müssen – weg vom bloßen Verwalten, hin zu einem vorausschauenden Schutz vor Extremwetter. Dabei wurde in den Debatten auch kein Blatt vor den Mund genommen: Ohne eine faire finanzielle Ausstattung durch den Bund bleibt vieles nur eine gute Absicht. Andreas hat als Haushälter die klaren Signale mitgenommen, dass wir beim Thema Altschuldenentlastung und Investitionsspielräume hartnäckig bleiben müssen, damit Braunschweig handlungsfähig bleibt.

Inspiration für die Verkehrswende vor der Haustür
Leonore und Timo, unsere Kommunalkandis, waren im Workshop bei unserer niedersächsischen MdB Swantje Henrike Michaelsen dabei und haben sich angeschaut, wie die Mobilitätswende in anderen Städten bereits das Lebensgefühl verändert. Besonders spannend fanden die beiden die Konzepte für Sommerstraßen und die Erfahrungen mit Tempo 30-Zonen. Es war inspirierend zu hören, wie viel Lebensqualität in den Quartieren entsteht, wenn man den öffentlichen Raum mal ganz anders nutzt – als Ort der Begegnung statt nur als Durchgangsraum. Diese positiven Beispiele aus anderen Kommunen machen Mut, solche Wege auch bei uns in Braunschweig noch konsequenter zu gehen.
Gemeinschaft und klare Kante
Neben den harten Fakten war es vor allem der Austausch untereinander, der uns gestärkt hat. Es war beeindruckend zu sehen, wie Grüne in ganz Deutschland – ob als Bürgermeister wie Tilman Fuchs in Münster oder in kleinen Initiativen wie „Stetten ist vielfältig“ in Brandenburg – für eine offene Gesellschaft einstehen. Wir nehmen die Gewissheit mit nach Hause, dass eine funktionierende Daseinsvorsorge und ein starkes Miteinander vor Ort das beste Mittel gegen Frust und Ausgrenzung sind.
Danke für den Tag
Ein großes Dankeschön geht an die Grüne Bundestagsfraktion für die Einladung und an unsere regionale MdB Karo Otte, die uns so sympathisch und souverän durch das Programm moderiert hat.
Wir kehren mit vielen neuen Ansätzen in die Löwenstadt zurück und freuen uns darauf, diese Impulse in unsere tägliche politische Arbeit einfließen zu lassen. Braunschweig lebt von guten Ideen – und davon gab es in Berlin jede Menge!
